Tagesseminare 

Umgang mit Narzissmus

Schön dass Du hier bist! Interesse an einem Online-Seminar mit Dr. Pablo Hagemeyer teilzunehmen? 

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Seminarablauf

10:00 Uhr Vorstellungsrunde (30min)

Impulsvortrag 1: Narzissmus und Selbstwertgefühl (30min)

  • Ist das Narzissmus? Mythos und Phänomen.
  • Was ist normal und was ist pathologisch am schwierigen Charakterzug Narzissmus? (grandios/großartig, vulnerabel/verletzlich, selbstaufopfernd/verdeckt)
  • Nährboden für Narzissmus - Genetik und unsere narzisstische Gesellschaft
  • das Ego im Aufschwung: Dekor und Hybris
  • das Ego ist in Gefahr: Angst, Hypochondrie und Paranoia
  • Prägung in der Kindheit: narzisstische Eltern und ihre (narzisstischen) Kinder
  • Bewertungs-Fehler: Liebe mit Leistung verwechselt
  • der Arschloch-Faktor: narzisstisches Selbstwertgefühl ist abhängig von Status, Sachen und Sex
  • Nicht gut genug sein - Risiken des Maßlosen: Karriere, Ruin und Fremdgehen als Sucht
  • Selbstwertregulation durch das Anerkennungs-Motiv: Lob und Applaus
  • Wie machen die das? Die automatisierte Kunst der empathielosen, respektlosen und selbstbezogenen Manipulation. Affektumkehr und Opferrolle. Menschen benutzen.
  • Abgrenzung zum furchtlosen, amoralischen Psychopathen - wenn nichts kleben bleibt in der Konsequenz
  • Exkurs: Narzissmusforschung, das aktuelle Highlight aus der Wissenschaft

Q&A Austausch und Fragen mit Fällen der Teilnehmer (30min)

Gruppenarbeit in Kleingruppen: Wie narzisstisch bin ich selbst und wie narzisstisch ist mein Partner? Selbsttest, Fremdtest und die Störfaktoren benennen (30min)

Ergebnisvorstellung der Gruppenarbeit (60min)

13:00 Uhr Mittagspause

14:00 Uhr

Impulsvortrag 2: Wenn ich nicht einfach gehen kann: Strategien im Umgang mit narzisstischen Personen - privat und im Job (30min)

  • die zwei Gesichter des pathologischen Narzissten erkennen, bedienen und widerstehen
  • die doppelte Handlungsregulation aufdecken
  • Projektion, projektive Identifikation und Spaltung des Narzissten begegnen
  • Manipulation, Toleranz und (liebevolle) Konsequenz: »So kann man nicht mit Menschen umgehen.«
  • kluge (harte) Strategien aus der emotionalen Abhängigkeit, ohne den emotionalen Halt zu verlieren
  • in hochstrittigen Fällen den anderen durch eigene Glaubwürdigkeit (versuchen) schachmatt zu setzen
  • Kann man einem pathologisch-narzisstischen Menschen Angst machen? Die Rückschlag-Strategie und die Geheimnisse nutzbar machen (Beweise, Beweissicherung)
  • Positive Strategien: Sandwich Strategien und Trojanische Pferde
  • Fehler vermeiden, wenn kein Verständnis für Narzissmus und Manipulation da ist
  • der Gaslicht-Effekt
  • Lügen, Täter-Opfer-Umkehr, Suggestions-Theater und Nötigung vor deutschen Gerichten (Klageverfahren, Familiengericht, Sorgerecht, Persönlichkeitsrecht) 
  • die Angst vor der Auseinandersetzung beherrschen
  • Furcht-Reaktion meistern: Erstarren, Flucht, Angriff, Anpassung oder Aufgabe
  • wenn zwei gegenläufige Narrative mit voller Wucht aufeinandertreffen: richtige Kommunikation im Paar (zum Vorgesetzten)
  • wie aus Problemen gemeinsame Herausforderungen werden
  • Ruf- und Gesichts-wahrende Strategien
  • die gemeinsame (emotionale und sachliche) Verantwortung an der Beziehung
  • Exkurs: die emotionale Philosophie des Ubuntu (Zusammenhalt und Individualismus) als neues, komplementäres Gesellschaftsmodell zum Kapitalismus des Westens und zum Sozialismus (Kommunismus).

Q&A Austausch und Fragen mit Fällen der Teilnehmer (60min) und Meet The Expert (Rechtsanwältin und Ehefrau Carlota Hagemeyer) exklusiv zum Frauen-Seminar.

Gruppenarbeit in Kleingruppen: wirksame und individuelle Strategien entwickeln (30min)

Ergebnisvorstellung der Gruppenarbeit (30min)

Impulsvortrag 3: Heilungsmetapher entwickeln mit Selbst-Empathie und Selbstrespekt (30min)

  • Ziel: Selbst-Bewusst-Seins-Wahrnehmung und das Klebenbleiben am Narz auflösen
  • aus der Narkose erwachen: Selbsterkenntnis - wo bin ich hier gelandet?
  • stärker werden durch Empathie und Grenzgebung für mich und andere
  • Machtumkehr und Widerstand für ein normales Selbstwertgefühl
  • emotionale Abhängigkeit: positive Emotion und Traumabindung für ein gutes Selbstwertgefühl
  • Gaslicht und Selbst-Gaslicht auflösen
  • eigene Überzeugungen und Selbstsabotage auflösen und die:der werden, die:der man (eigentlich) sein will (Heilungsmetapher)
  • Abkopplung des Selbst vom Selbstwertgefühl - kein emotionaler Spielball mehr sein
  • Die eigene Rollen Drama-Dreieck: Opfer-Helfer/Retter-Verfolger/Täter und was wir von der Transaktionsanalyse über uns selbst lernen können: Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich, Kind-Ich.
  • Lernen, nicht mehr auf das narzisstische Angebot (emotionale Angelhaken) einzugehen
  • Fallen und Rückfälle vermeiden und nicht wieder neu einsteigen - den Narzissten zu verstehen ist nicht nötig - »Nerv mich nicht mit dir und deinen Geschichten!«
  • Entzug schaffen - richtige Entscheidung treffen: emotionales und rationales Gehirn für den Entzug vom Narzissten (und den eigenen Narzissmen) nutzen - durchhalten bis zur Langeweile
  • Trauer- und Trauma-Arbeit (Exkurs möglich zu spezifischen Trauma-Interventionen)
  • Die Erfüllung der Bedürfnisse und die Unverletzbarkeit der Werte: »Der richtige Weg ist oft der schwierigere.«
  • Selbstregulation: in aller Konsequenz Ich und Du sein

Abschlussrunde (kurz)

17:00 Uhr Ende

Tagesseminar »Mit Herz und Willen - Raus aus der Opferrolle«

Nie wieder Opfer narzisstischer Beziehungen.

Dieses Seminar richtet sich an Opfer und Partner von einer pathologisch-narzisstischen Person. Oft lebt man unbewusst an der Seite eines Narzissten. Wie bekomme ich das hin, eine emotional missbräuchlichen Beziehung zu gestalten, oder mich daraus zu lösen und mein gesundes Selbstbewusstsein wiederzuerlangen. Wenn Du das narzisstische Muster erkennen kannst, dann kannst Du Dich entsprechend auch verhalten und narzisstische Angriffe abwehren. Auch lernst Du narzisstische Qualitäten zu schätzen, eine besondere Energie des normalen Narzissmus, für Dich selbst zu nutzen. Selbstzufriedenheit, Selbstbewusstsein und Selbstversorgung geht nur mit einem gesunden Anteil Narzissmus.


»Ich war so angestrengt. Nur noch damit beschäftigt mit dem was er mir vorwarf.«

»Du bist ein narzisstisches Arschloch.«

»Du hast ein Helfersyndrom!«

»Du gehst nicht richtig mit mir um!«

»Das was er mir vorwirft hat nichts mit mir zu tun. Sondern ist seins.«

»Gleiches Recht für alle.«

»Dass man als Partnerin etwas bewirken kann ist ein schöner Gedanke!«

»Ich meine es ernst!«

»Ich finde nicht den richtigen Zugang damit umzugehen.«

»Nein, das stimmt nicht, da hast du dich versehen.«

»Ich habe Einfluss auf die Beziehung.«

»Ich will mich nicht trennen.«

»Hätte ich das früher gewusst.«

»Da ist jetzt Schluß!«

»Ich fühle mich verrückt, ich bin nicht verrückt. Ich habe mich immer um ihn gekümmert. Ich musste lernen, nur noch an mich und meine Bedürfnisse zu denken, um wieder Klarheit zu bekommen.«


Tagesseminar »Chance für die Liebe - weniger Narzisst sein«

Ich fürchte, ich bin Narzisst - und jetzt?

Dieses Seminar richtet sich an Dich, einen bewussten Menschen mit schwierigen narzisstischen Mustern die Du erkennen und korrigieren willst. Es fällt Dir womöglich leichter, Dir eher etwas von einem netten Narzissten sagen zu lassen: von mir. Die Einsicht und die Bereitschaft zur eigenen Veränderung ist Dein erster Schritt zur Besserung. Zugewinn an Empathie und Selbstempathie ist der Weg den Narzissmus in Dir abzumildern. Eine bessere und gesündere Beziehung mit Deinen Liebsten zu führen und besser und auch erfolgreicher Konflikte, Streit und Streß in Deiner Beziehung aufzulösen. Selbstempathie: Nur eine bessere, tiefere Beziehung mit Dir selbst ist der Einstieg in die Veränderung.


»Ich weiß gar nicht, was die von mir will.«

»Mich regt das auf, so aggressive Frauen, da kann ich nichts mit anfangen. Warum sind die so?«

»Ich will diese Beziehung erhalten.«

»Pablo ist lustig. Es war sehr berührend. Und tiefgehend. Danke.«

»Wer meine Regeln nicht folgt, fällt in meinem Respekt.«

»Ich betrüge sie nicht. Nie.«

»Ich weiß, wie narzisstisch ich bin.«

»Können Frauen auch narzisstisch sein?«

»Ich kannte das nicht. Hatte keinen Begriff dafür. Meine Mutter war eine Narzisstin.«

»Das Thema schießt überall hoch.«

»Mein Chef ist einer.«

»Ist das narzisstisch?«

»Ich hatte Burnout. In der Klinik dann die Bestätigung. Ich bin ein Arsch.«

»Ich bekomme eine Riesenwut.«

»Wie ich mit Kritik umgehe? Ha!«

Anmeldeformular

Die Teilnehmerzahl pro Seminar ist auf maximal 8 begrenzt.

Kostenpunkt: Online-Tagesseminar Teilnahme EUR 450,- inkl. 19% MWSt (EUR 71,85) also Netto EUR 378,15 stellen wir Dir in Rechnung nach Deiner verbindlichen Bestätigung. Dafür nehmen wir mit Dir Kontakt auf, besprechen die Details und stellen eine Rechnung. Der Betrag muss vor Kursbeginn bei uns eingehen. Erst dann ist Deine Teilnahme garantiert.

Ratenzahlung ist auf Anfrage möglich, z.B. 3 x EUR 150,-

Sollte der Kurs ausfallen, erstatten wir den vollen Preis zurück.

Impact Spiel in der Kommunikation mit einem narzisstischen Partner.

Jeder bekommt 50 rote Karten (Vorwurf), 50 gelbe Karten (Emotion) und 50 grüne Karten (Kompromiss). Jedes Mal, wenn eine(r) dem anderen was sagt, bekommt sie/er eine Karte. Wer am Ende keine roten Karten mehr hat, gewinnt. Wer die meisten gelben hat, kann offen über seine Gefühle sprechen, was toll ist, denn er ist der Selbst-Empathie-Prinz (Prinzessin). Wer die meisten grünen Karten hat ist der Gewinner der Diplomatie, die beste Voraussetzung für eine lange Partnerschaft.

Wer das hier sagt erhält sofort eine rote Karte: »Du hast die Spülmaschine falsch eingeräumt!«

Wer das hier sagt erhält sofort eine gelbe Karte: »Mir geht es gerade nicht so gut.«

Wer das hier sagt erhält eine grüne: »Ich bin an dir interessiert, ich glaube zu verstehen, was du meinst, aber lass uns das heute Abend in Ruhe besprechen, wenn ich dafür einen freien Kopf habe, ja?«

»Gestatten, ich bin ein Arschloch.«

Ein netter Narzisst und Psychiater erklärt, wie Sie Narzissten entlarven und ihnen Paroli bieten

Best- und Longselling Amazon-Book:

Erschienen im April 2020 im Eden Books Verlag und handelt auch von mir, der mal den Spiegel vorhält und uns alle fragt, wieviel Narzissmus hat jeder so in sich. Ein Buch, das die positive Seite des Narzissmus aber auch die Schattenseite der Störung erklärt und Tipps liefert, wie damit umzugehen ist. Denn wir können die Narzissten und den Narzissmus als globales Phänomen nicht auf eine Insel verbannen. Mich selbst zum Beispiel machend und eine kleine Innenschau meiner Ehe und der Beziehung zu meinem Hund lockern auf, was der bittere Ernst hieran ist, nämlich dass Narzissten die Fähigkeit haben, Menschen zu zerstören. Sich selbst als so wichtig zu sehen, dass ein anderer Mensch und sogar ein anderes Menschenleben nichts mehr zählt. Nicht nur Populisten und ihre einfachen Tricks nehme ich aufs Korn und fange gleich mit Donald J. Trump an, sondern auch diesen stillen, leisen Narzissmus, der unsere so wertvolle Zwischenmenschlichkeit vergiftet, beleuchte ich. Der Mangel an Empathie und der Mangel an Interesse am Menschen sind die Folgen einer neurotisch fehleingestellten Selbstbewertungsstörung, die schon früh in der Entwicklung der menschlichen Psyche eingestellt werden. Mit Humor und provokativer Herausforderung kann man die Kulisse einreissen, die ein Narzisst aufbaut. Mit Selbstbehauptung und Nachdruck ohne zu überziehen kann jeder einen Narzissten ausbremsen. Wir sollten alle keine Angst vor diesen Typen haben, wenn sie nicht zu den Extremen gehören. Dazu ermutige ich in meinen neuen Buch! 

Noch im April 2020, mitten im Lockdown und zwei Wochen nach dem Erscheinungstermin, kam das Buch bis auf Platz 7 der Spiegel Bestsellerliste, wo es sich bis September 2020 wacker hielt.


Rainer Sachses Kommentar zu dem Buch von Pablo Hagemeyer "Gestatten, ich bin ein Arschloch"

Das Buch handelt von Narzissten: Es handelt davon, wie und was Narzissten erleben, wie sie Handeln und wie sie Beziehungen gestalten. Das Buch ist aus einer sehr persönlichen, stark introspektiven Perspektive geschrieben und erlaubt damit viele Einblicke in ein "narzisstisches Funktionieren".

Sehr positiv ist anzumerken, dass der Autor betont, dass Narzissmus ein heterogenes Konzept ist: Es gibt viele unterschiedliche Ausprägungen und Spielarten von Narzissmus. Es gibt Stile und Störungen, erfolgreiche und erfolglose Narzissten und das narzisstische Handeln hängt hochgradig mit anderen Faktoren zusammen. Einige Ausprägungen wirken sich für den Betroffenen und für Interaktionspartner durchaus positiv aus, andere erzeugen für die Person hohe Kosten und wirken auf Interaktionspartner negativ.

Daher ist es in der Tat wesentlich, Narzissten besser zu verstehen.

Das Buch macht dankenswerterweise auch klar, dass viele Aspekte des Narzissmus Ressourcen sind. So spornt Narzissmus an, ermöglicht hohe Leistungsorientierung und hohe Handlungsorientierung, schnelle Entscheidungen usw.: Insofern kann sich Narzissmus als stark positiv erweisen und ist daher auch gesellschaftlich akzeptabel.

Insgesamt konzentriert sich der Autor stark auf den interaktionellen Aspekt, der tatsächlich äußerst wichtig ist. Wie gehen Narzissten mit Interaktionspartnern um? Es wird deutlich, dass hier Narzissmus zu hohen Kosten führen kann, das die Person ihre Partner bevormundet, kontrolliert, abwerten und manipulieren kann; sie kritisiert hart, ist aber selbst hoch kritikempfindlich.

Auch diese Aspekte von Narzissmus zu verstehen ist hoch relevant, insbesondere dadurch, dass der Autor sich ausführlich mit der Frage beschäftigt, wie Interaktionspartner mit dem problematischen Handeln von Narzissten umgehen können. Auch der konstruktive Umgang mit typischen manipulativen Strategien wird behandelt.

Das Buch ist daher spannend und lobenswert; die stark persönliche Sichtweise vermittelt einerseits deutliche Eindrücke, hat allerdings manchmal den Nachteil, dass ein Leser die Distanz zum Stoff verlieren kann.

Zu der tiefenpsychologischen Therapiekonzeption kann ich nichts sagen, da dies nicht meinem therapeutischen Vorgehen entspricht.

Ein kleineres Problem liegt darin, dass eine konzeptuelle Unterscheidung zwischen einem starken Narzissmus und einer Psychopathie nicht wirklich ausgearbeitet ist: Das führt des Öfteren z. B. zu der falschen Annahme, Trump sei nur narzisstisch.

Ganz sicher ist er auch narzisstisch aber er ist vor allem psychopathisch. 

Prof. Rainer Sachse im Mai 2020