Orientierende Informationen

Gesprächstherapie

Psychotherapie als Regelbehandlung und reguläre Kassenleistung 

Ich lade Sie ein für ein erstes Vorgespräch, damit wir gemeinsam die Indikation einer Therapie formulieren. Nach 4 weiteren probatorischen Sitzungen führe ich eine psychotherapeutische Akutbehandlung mit maximal 12 Sitzungen oder eine Kurzzeittherapie mit 2 x 12 Sitzungen durch, die ein- bis zweiwöchentlich stattfinden. Diese können im Bedarfsfall auf 60 Sitzungen (Langzeittherapie) mit entsprechendem Psychotherapieantrag verlängert werden. Endet die Psychotherapie mit noch zur Verfügung stehenden Sitzungen, können diese als psychotherapeutische Rezidivprophylaxe niederfrequent, z.B. monatlich, genutzt werden. Einzel- und Gruppentherapien sind kombinierbar.

In der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie wird der neurotische Konflikt – Ihr persönlicher innerer psychischer Konflikt – aufgedeckt und Aktualprobleme vor dem Hintergrund Ihrer Biographie durchgearbeitet. Im Idealfall, wenn Ihnen unbewusste Phänomene, etwa unbewusste Überzeugungen oder unbewusste Widerstände (Sorgen, Ängste) aufgelockert sind, gewinnen Sie einen guten Einblick in Ihre eigene psychische Struktur und können so korrigierende Erfahrungen machen, neue Einsichten gewinnen, diese neu einsetzen und alte ergänzen, Ihr Verhalten, Ihr Denken und Fühlen positiv durch Ergänzungen und Erweiterungen verändern. Typischerweise geht dabei nichts verloren oder wird "weggemacht" sondern durch Einsicht, Erfahrung in der Tiefe (Tiefensinn) und der Vorstellung hilfreicher Alterlativen (Möglichkeiten) erkundet. Dabei nutze ich die bereits in Ihnen angelegten Fähigkeiten (Ressourcen), die vielleicht noch zu ungenutzt oder unklar sind. So kann das Bisherige mit dem Unbewussten und dem Neuen vermischt und das Schwierige verdünnt und vielleicht sogar aufgelöst werden. 

Ergänzung mit State-of-the-Art Methoden: Evidenzbasierte Methoden beispielsweise Interventionen mit CBASP (Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy) sind sehr wirksam bei Depressionen. Narrative Elemente, Vorstellungskraft und Kreativität etwa der Gestalttherapie, Ego-State Interventionen und hypnotherapeutische Methoden nach Milton Erickson, sowie hypno-systemische Ansätze öffnet einen Gestaltungsraum für unbewusste, individuelle Aspekte, die stark lösungsorientiert sind, als Ressource konkretisiert, die rasch nachhaltige Veränderungen ermöglicht. Hierzu bilde ich mich laufend und regelmäßig weiter in den entsprechenden Fachgesellschaften, z.B. M.E.G (Milton Erickson Gesellschaft für Klinische Hypnose). 

Zudem habe ich durch Forschungstätigkeiten in der Neurowissenschaft mit neurologischen und biologischen Grundlagen der Stresspsychologie mit eine Basis der Neuropsychotherapie geschaffen. Naheliegend zur Stresspsychologie vertiefe ich laufend Methoden der Traumatherapie um traumasensibel und schonend innere psychische Räume und frühe traumabezogene Erfahrungen aufzudecken. Dabei überzeugt die ergänzende Methode EMDR um Traumagedächtnis aufzulockern und Traumanetzwerke aufzulösen. Diese moderne therapeutische Zugehensweise bringt in kürzerer Zeit bessere Erfolge, als herkömmliche "klassische" Therapien. Nachgewiesen führt die Kombination all dieser Methoden zu besseren therapeutischen Ergebnissen.


Stress bewältigen – wenn das Leben zu viel wird

Stress gehört zum Leben. Nicht nur negative Ereignisse machen Stress. Auch eigentlich schöne Veränderungen – ein neuer Job, eine neue Beziehung, ein Umzug oder die Geburt eines Kindes – verlangen unserem Gehirn Anpassungsleistung ab.

Schwierig wird es, wenn zu viel auf einmal kommt oder Belastungen über längere Zeit anhalten. Dann entsteht schnell das Gefühl: Ich habe die Dinge nicht mehr im Griff.

Was passiert bei Stress?

Unser Körper und unsere Psyche versuchen zunächst, mit erhöhtem Einsatz auf eine Belastung zu reagieren. Kurzfristig ist das sinnvoll. Wir werden wacher, konzentrierter und mobilisieren unsere Kräfte.

Dauert dieser Zustand jedoch zu lange an, kostet er Energie. Wir schlafen schlechter, werden gereizter oder erschöpft, können uns schlechter konzentrieren und verlieren zunehmend unsere innere Ruhe.

Dabei ist nicht jeder Stressor gleich.

Manche Dinge können wir verändern. Andere nicht.

Und genau diese Unterscheidung ist wichtig.

Was kann ich verändern?

Wenn sich eine belastende Situation verändern lässt, hilft häufig aktives Handeln:

  • das Problem konkret benennen

  • Prioritäten setzen

  • Erwartungen überprüfen

  • Entscheidungen treffen

  • Unterstützung holen

  • Grenzen setzen

  • die Stressquelle möglichst direkt verändern

Manchmal ist Stress ein Signal: Hier muss ich etwas tun.

Was kann ich nicht verändern?

Es gibt aber Situationen, die sich nicht einfach lösen lassen: Krankheit, Verlust, Trennung, Konflikte, Lebenskrisen oder Entscheidungen anderer Menschen.

Dann besteht die Aufgabe weniger darin, die Realität zu verändern, sondern den eigenen Umgang mit ihr.

Gefühle wahrnehmen. Unterstützung zulassen. Abstand gewinnen. Akzeptieren, was im Moment nicht kontrollierbar ist.

Das ist keine Passivität. Es ist eine andere Form von Bewältigung.

Flexibilität statt perfekter Strategie

Es gibt nicht die eine richtige Methode gegen Stress.

Menschen bewältigen Belastungen unterschiedlich. Und auch ein und derselbe Mensch braucht in verschiedenen Situationen unterschiedliche Strategien.

Entscheidend ist deshalb psychische Flexibilität:

Was brauche ich gerade?

Muss ich handeln?

Muss ich eine Grenze setzen?

Brauche ich Unterstützung?

Oder muss ich etwas aushalten, das ich im Augenblick nicht verändern kann?

Die einfachen Dinge bleiben wichtig

Gerade unter Stress vernachlässigen wir häufig das, was unser Nervensystem stabilisiert: ausreichend Schlaf, Bewegung, regelmäßiges Essen, Pausen, soziale Kontakte und Dinge, die Freude machen.

Auch Entspannungsverfahren, Meditation, Yoga oder progressive Muskelentspannung können helfen.

Das klingt manchmal fast zu einfach. Aber psychische Stabilität entsteht nicht nur im Kopf. Körper, Beziehungen und Psyche gehören zusammen.

Stress verstehen statt nur funktionieren

Anhaltender Stress kann auch zeigen, dass es nicht mehr nur um einen vollen Terminkalender geht.

Warum fällt es mir schwer, Nein zu sagen?
Warum glaube ich, alles allein schaffen zu müssen?
Warum erlebe ich Kontrollverlust so bedrohlich?
Warum komme ich selbst dann nicht zur Ruhe, wenn eigentlich Ruhe wäre?

Hier beginnt die psychotherapeutische Arbeit.

Es geht nicht darum, ein Leben ohne Stress zu führen. Es geht darum, die eigenen Reaktionsmuster besser zu verstehen und wieder mehr Handlungsspielraum zu gewinnen.

Stressbewältigung bedeutet nicht, alles auszuhalten. Sondern besser unterscheiden zu können, was ich verändern, was ich loslassen und was ich für eine Zeit tragen muss.


Privatärztliche psychiatrische Behandlung

Privatärztliche Tätigkeit im Fachgebiet Psychiatrie

Meine privatärztliche Tätigkeit im Fachgebiet Psychiatrie betrifft die Diagnostik, Beratung und Therapie psychiatrischer Erkrankungen. Neben der Psychopharmakotherapie der Depression, der Angst und der Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis, um nur die gängigen psychiatrischen Störungen zu nennen. 

Ich biete dies in meiner Praxis als Privatleistung an. 

Auch bieten sich über die assoziierte psychiatrische Tagesklinik und Ambulanz der Lech-Mangfall-Kliniken in Peißenberg weiterführende Behandlungsmöglichkeiten an. Bitte sprechen Sie mich darauf an, ob Sie eine privatärztliche psychiatrische Behandlung wünschen!


Kosten

Gesetzlich Versicherte

Aufgrund meiner Ausbildung verfüge ich über eine Zulassung zur Abrechnung mit den Gesetzlichen Krankenkassen. Wenn eine psychische Störung vorliegt, werden die Kosten für die Psychotherapie von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Das gilt sowohl für Einzel- als auch Gruppentherapie. Ich werde im Facharztregister der Kassenärztlichen Vereinigung Oberbayern geführt.

Im Fachgebiet Psychiatrie bin ich nur berechtigt, privatärztlich abzurechnen. Das liegt daran, dass mein Kassensitz rein psychotherapeutisch gewichtet ist, als psychotherapeutisch tätiger Arzt. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie kann ich demnach nur privat liquidieren. In einem Vorgespräch klären wir, welcher Modus für Sie der bessere ist.

Privat Versicherte

Bei Vorliegen einer psychischen Störung werden die Kosten in der Regel bei Inanspruchnahme einer Psychotherapie von den Krankenkassen erstattet. Die Höhe der Kostenerstattung ist abhängig von den individuellen Konditionen mit den Krankenkassen. Die Abrechnung erfolgt hier gemäß der Gebührenordnung für Ärzte GOÄ. Zudem biete ich eine Honorarvereinbarung gemäß §2 GOÄ.

Beihilfeberechtigte

Beihilfeberechtigte haben Anspruch auf Erstattung der Therapiekosten durch ihre Beihilfestelle und ihre Krankenkasse bei Vorliegen einer psychischen Störung. Die Abrechnung erfolgt hier gemäß der GOÄ.

Selbstzahler: Einzeltermine, Paartherapie, Beratung, "Mediation", "Coaching", Supervision, Kurs, Seminar

Für diesen Bereich wird die Vergütung im Einzelfall geklärt, da hier die Aufträge und die Bedürfnislagen sehr individuell sind. Bitte beachten, bei nicht-ärztlichen Leistungen wird immer die Mehrwertsteuer fällig. Das Honorar ist daher immer zzgl. ges. MWSt von 19%.


Therapeuten Liste im Landkreis mit Kassenzulassung: