Dr. med. T. Pablo Hagemeyer

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

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Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie biete ich Ihnen umfassende Konzepte und fundierte Lösungsansätze. Meine Arbeitsweise basiert auf bewährten Verfahren wie der anerkannten tiefenpsychologischen Gesprächstherapie.

Schwerpunkt meiner therapeutischen Arbeit ist über die Jahre der Narzissmus geworden. Pathologischer Narzissmus ist ein Störungsbild, das ein mangelndes inneres Selbstwertgefühl wenig optimal reguliert. Dabei sind Anteile wirkmächtig, die ebenso überhöht wie toxisch nach Innen wie nach Außen wirken. In der Therapie versuchen wir gemeinsam die unbewussten dysfunktionalen Mechanismen der Selbstregulierung aufzudecken und zu entlarven. Davon profitiert im besten Falle nicht nur der Klient, sondern auch dessen Umfeld. Es klingt vielleicht zu pathetisch, aber es ist wahr, es gibt einen Weg, aus dem unreifen und empathielosen kleinen inneren Kind einen wohlwollenden Begleiter heranreifen zu lassen, dem die kreative und große Kraft des Narzissmus zur Verfügung steht, um daran wirklich innerlich zu wachsen.

Artikel / Essays

Great, big, fantastic: Wenn Narzissmus gefährlich wird ... (2017)

Blogbeitrag auf der Seite des Junfermann Verlags, Paderborn

Die Spaltung - Wie Narzissmus und Wahn die Welt regiert (2020) 

ein Gastbeitrag auf der Seite von Sven Grüttefien: Umgang-mit-Narzissten / Expertenwissen

Ich verstehe meine beiden Beiträge, der erste aus 2017 und der zweite 2020, wie eine Klammer um die Amtszeit des wohl nun bekanntesten Narzissten der Welt. Ein Versuch aus der Ferne, psychologisch einzuordnen, was die Präsidentschaft eines Narzissten für uns alle bedeutet.

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#Narzissmus

»Gestatten, ich bin ein Arschloch.«

Ein netter Narzisst und Psychiater erklärt, wie Sie Narzissten entlarven und ihnen Paroli bieten

Erschienen im April 2020 im Eden Books Verlag und handelt auch von mir, der mal den Spiegel vorhält und uns alle fragt, wieviel Narzissmus hat jeder so in sich. Ein Buch, das die positive Seite des Narzissmus aber auch die Schattenseite der Störung erklärt und Tipps liefert, wie damit umzugehen ist. Denn wir können die Narzissten und den Narzissmus als globales Phänomen nicht auf eine Insel verbannen. Mich selbst zum Beispiel machend und eine kleine Innenschau meiner Ehe und der Beziehung zu meinem Hund lockern auf, was der bittere Ernst hieran ist, nämlich dass Narzissten die Fähigkeit haben, Menschen zu zerstören. Sich selbst als so wichtig zu sehen, dass ein anderer Mensch und sogar ein anderes Menschenleben nichts mehr zählt. Nicht nur Populisten und ihre einfachen Tricks nehme ich aufs Korn und fange gleich mit Donald J. Trump an, sondern auch diesen stillen, leisen Narzissmus, der unsere so wertvolle Zwischenmenschlichkeit vergiftet, beleuchte ich. Der Mangel an Empathie und der Mangel an Interesse am Menschen sind die Folgen einer neurotisch fehleingestellten Selbstbewertungsstörung, die schon früh in der Entwicklung der menschlichen Psyche eingestellt werden. Mit Humor und provokativer Herausforderung kann man die Kulisse einreissen, die ein Narzisst aufbaut. Mit Selbstbehauptung und Nachdruck ohne zu überziehen kann jeder einen Narzissten ausbremsen. Wir sollten alle keine Angst vor diesen Typen haben, wenn sie nicht zu den Extremen gehören. Dazu ermutige ich in meinen neuen Buch! 

Besonders erfreulich: Noch im April, zwei Wochen nach dem Erscheinungstermin, stieg das Buch in und kam bis auf Platz 7 der Spiegel Bestsellerliste, wo es sich bis September 2020 wacker hielt. Wünsche dem Buch weiterhin viel Erfolg und viele Leser!

DANKE AN ALL DIE LIEBEN ZUSCHRIFTEN UND GESTÄNDNISSE.


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Ein paar Blinks vorab? Hier mal reinhöhren oder lesen!



Kommentar zu dem Buch von Pablo Hagemeyer "Gestatten, ich bin ein Arschloch"

Das Buch handelt von Narzissten: Es handelt davon, wie und was Narzissten erleben, wie sie Handeln und wie sie Beziehungen gestalten. Das Buch ist aus einer sehr persönlichen, stark introspektiven Perspektive geschrieben und erlaubt damit viele Einblicke in ein "narzisstisches Funktionieren".

Sehr positiv ist anzumerken, dass der Autor betont, dass Narzissmus ein homogenes Konzept ist: Es gibt viele unterschiedliche Ausprägungen und Spielarten von Narzissmus. Es gibt Stile und Störungen, erfolgreiche und erfolglose Narzissten und das narzisstische Handeln hängt hochgradig mit anderen Faktoren zusammen. Einige Ausprägungen wirken sich für den Betroffenen und für Interaktionspartner durchaus positiv aus, andere erzeugen für die Person hohe Kosten und wirken auf Interaktionspartner negativ.

Daher ist es in der Tat wesentlich, Narzissten besser zu verstehen.

Das Buch macht dankenswerterweise auch klar, dass viele Aspekte des Narzissmus Ressourcen sind. So spornt Narzissmus an, ermöglicht hohe Leistungsorientierung und hohe Handlungsorientierung, schnelle Entscheidungen usw.: Insofern kann sich Narzissmus als stark positiv erweisen und ist daher auch gesellschaftlich akzeptabel.

Insgesamt konzentriert sich der Autor stark auf den interaktionellen Aspekt, der tatsächlich äußerst wichtig ist. Wie gehen Narzissten mit Interaktionspartnern um? Es wird deutlich, dass hier Narzissmus zu hohen Kosten führen kann, das die Person ihre Partner bevormundet, kontrolliert, abwerten und manipulieren kann; sie kritisiert hart, ist aber selbst hoch kritikempfindlich.

Auch diese Aspekte von Narzissmus zu verstehen ist hoch relevant, insbesondere dadurch, dass der Autor sich ausführlich mit der Frage beschäftigt, wie Interaktionspartner mit dem problematischen Handeln von Narzissten umgehen können. Auch der konstruktive Umgang mit typischen manipulativen Strategien wird behandelt.

Das Buch ist daher spannend und lobenswert; die stark persönliche Sichtweise vermittelt einerseits deutliche Eindrücke, hat allerdings manchmal den Nachteil, dass ein Leser die Distanz zum Stoff verlieren kann.

Zu der tiefenpsychologischen Therapiekonzeption kann ich nichts sagen, da dies nicht meinem therapeutischen Vorgehen entspricht.

Ein kleineres Problem liegt darin, dass eine konzeptuelle Unterscheidung zwischen einem starken Narzissmus und einer Psychopathie nicht wirklich ausgearbeitet ist: Das führt des Öfteren z. B. zu der falschen Annahme, Trump sei nur narzisstisch.

Ganz sicher ist er auch narzisstisch aber er ist vor allem psychopathisch. 

Rainer Sachse im Mai 2020