Ein Buch über das Selbst in uns

04/04/2020

Psychopathen verursachen Schäden. Persönlichkeitsstörungen nerven. In meinem neuen Buch "Gestatten, ich bin ein Arschloch" mit dem erhellenden Untertitel "ein netter Narzisst erklärt..." lasse ich mich auf eine Innenreise ein, die wie ein Spiegel wirkt. Ein Spiegel für uns alle. Dabei beantworte ich die möglicherweise nur unbewusste Frage, wieviel Narzissmus in uns allen steckt. Der Narzissmus ist überall und beschäftigt Heerscharen an Therapeuten. Es ist das modernste aller Probleme. Es spiegelt sich in uns sowie in den anderen. Im selbstbezogenen Handeln. Im Individuum und im Kollektiv. Verkleidet als egoistischer Impuls, als blindes Reagieren und auch als kollektives Irresein. Ich bin wichtig. Ich bin weder bereit noch willens mich emphatisch für den anderen zu interessieren. Es gibt kein Team. Ich bin das Team. Diese Störung geht soweit, dass sie sich in abgewandelter Form auch in Gedankenstrukturen einer Gesellschaft wiederfindet. Nationalismus. Kapitalismus. Populismus. Egoismus. All diesen selbstreferenziellen und niemals selbstvergessenen Perversionen liegt der schlechte Narzissmus zugrunde. Aber es gibt Hoffnung. Narzissmus ist ebenso kreative Energie und Kraft, um uns selbst über die Schwierigkeiten des Lebens zu heben. Ja, zu erheben. Jetzt wird es also kompliziert. Das bedeutet, es gibt zwei Formen dieser Eigenschaft, die eine verschreibt sich dem moralisch Schlechten, dem Bösen. Die andere verschreibt sich dem Guten. Nur, wer und wie unterscheide ich beide Seiten voneinander? Wie überwinden wir diese Spaltung, die in uns Menschen angelegt ist. Die sich verbreitet wie ein ansteckendes Virus. Still und über Grenzen hinweg. Aber auch laut brüllend. Wie verfallen wir als Beute diesem schillernden Narzissmus? Wie korrumpiert uns dieser Glanz? Jagen wir und was jagen wir eigentlich? Erfolge? Anerkennung? Liebe? Oder nur Zahlen? Zahlen die besser sind? Ideale? Falsche Ideale. Der Mensch krankt an dieser profunden Verwechslung, leidet an der Sucht nach, ja wonach nur, und befindet sich auf der Jagd nach Anerkennung. Wie lösen wir das Problem? Wie nur? Nur durch die Erfahrung lernen wir.